
Biologisches Alter: Wie alt ist Ihr Körper wirklich?
Das Alter im Pass ist eindeutig. Es orientiert sich am Geburtsdatum, zählt Lebensjahre und beschreibt, wie lange ein Mensch bereits lebt. Dieses kalendarische oder chronologische Alter lässt sich nicht verändern.
Aber es sagt nur begrenzt, wie alt Ihr Körper wirklich ist.
Denn zwei Menschen können dasselbe chronologische Alter haben und biologisch sehr unterschiedlich altern. Der eine verfügt über stabile Energie, gute Regeneration und körperliche Belastbarkeit. Der andere spürt erste Signale: schlechter Schlaf, weniger Leistungsfähigkeit, Verdauungsbeschwerden, Gewichtszunahme, erhöhter Stress oder ein nachlassendes Wohlbefinden.
Oft sind es keine lauten Beschwerden. Es sind leise Hinweise. Der Körper funktioniert noch – aber nicht mehr mit derselben Selbstverständlichkeit. Das biologische Alter stellt deshalb eine andere, tiefere Frage: In welchem Gesundheitszustand befindet sich Ihr Körper heute wirklich?
Es geht nicht um Jugendlichkeit als Ideal. Und nicht um ein Versprechen, die Zeit zurückzudrehen. Es geht um Verständnis. Um Orientierung. Um die Frage, welche Alterungsprozesse im Körper sichtbar werden und welche Einflussfaktoren sie beschleunigen oder verlangsamen können.
Gesundheit beginnt nicht bei Symptomen. Sie beginnt beim Verstehen.

Das Wichtigste zum biologischen Alter in Kürze
- Das biologische Alter zeigt mehr als das Geburtsdatum: Es beschreibt, wie alt der Körper funktionell wirkt – unabhängig vom chronologischen oder kalendarischen Alter.
- Es wird von vielen Faktoren beeinflusst: Lebensstil, Genetik, Ernährung, Bewegung, Schlaf, Stress, Alkoholkonsum, Rauchen, Umweltfaktoren und Darmgesundheit können biologische Alterungsprozesse mitprägen.
- Biomarker können Orientierung geben: Blutwerte, Entzündungsmarker, Blutzucker, Cholesterin, Muskelmasse, Kreislauffunktion und Immunsystem liefern mögliche Hinweise auf den Gesundheitszustand.
- Epigenetische Tests sind ein zusätzlicher Baustein: DNA-Methylierung, Methylierungsmuster, Telomere und epigenetische Uhren gehören zur wissenschaftlichen Diskussion um das biologische Alter. Im Original Mayr Medical Resort werden entsprechende Verfahren derzeit medizinisch geprüft, getestet und im Hinblick auf eine mögliche Erweiterung des diagnostischen Leistungsportfolios bewertet.
- Entscheidend ist die medizinische Einordnung: Wertvoll wird das biologische Alter erst, wenn aus Daten Orientierung für die nächsten Jahre entsteht.

Was bedeutet biologisches Alter?
Das biologische Alter beschreibt nicht nur, wie viele Jahre seit Ihrer Geburt vergangen sind. Es stellt die persönlichere Frage: Wie gut trägt Sie Ihr Körper heute – und in die nächsten Jahre? Während das chronologische oder kalendarische Alter objektiv durch das Geburtsdatum bestimmt wird, zeigt das biologische Alter, wie Zellen, Organe, Stoffwechsel, Immunsystem, Kreislauf, Knochen, Muskeln und Gehirn zusammenspielen. Es macht sichtbar, ob der Körper stärker belastet ist, als es das Lebensalter vermuten lässt – oder ob er über stabile Energie, gute Regeneration und körperliche Substanz verfügt. Beeinflusst wird es durch Genetik, Lebensstil, Ernährung, Bewegung, Schlaf, Stress, Alkoholkonsum, Rauchen, Umweltfaktoren und persönliche Veranlagung. Deshalb können zwei Menschen im selben Alter biologisch sehr unterschiedlich altern. Entscheidend ist nicht allein die Zahl im Pass, sondern das Verständnis dafür, was Ihr Körper wirklich sagt. Erst wenn Messwerte medizinisch eingeordnet werden, entsteht aus Daten Orientierung – für mehr Klarheit, Leistungsfähigkeit und langfristige Gesundheit.
Warum das biologische Alter für die Gesundheit relevant ist
Biologisches Altern betrifft zentrale Systeme des Körpers: Herz, Nieren, Kreislauf, Stoffwechsel, Immunsystem, Gehirn, Darm, Knochen und Muskeln. Ein beschleunigtes biologisches Alter kann mit erhöhten gesundheitlichen Risiken in Verbindung stehen. Forscherinnen und Forscher untersuchen seit Jahren, wie Alterungsprozesse mit Erkrankungen wie Herzinfarkt, Krebserkrankungen, Stoffwechselstörungen, chronischen Entzündungen oder nachlassender kognitiver Leistungsfähigkeit zusammenhängen.
Eine 2026 in npj Aging veröffentlichte Studie mit Daten der deutschen ESTHER-Kohorte untersuchte epigenetische Alterungsmarker bei älteren Erwachsenen über einen langen Beobachtungszeitraum. Die Forschenden fanden, dass ein höheres epigenetisches biologisches Alter und insbesondere eine beschleunigte Alterungstrajektorie mit einem erhöhten Gesamtkrebsrisiko verbunden waren. Wichtig ist die Einordnung: Die Studie zeigt einen Zusammenhang, kein individuelles Vorhersageversprechen und keinen kausalen Beweis. Gerade deshalb unterstreicht sie den Wert, biologische Alterungsmarker nicht isoliert zu betrachten, sondern medizinisch einzuordnen.
Insbesondere bei Menschen, die viel Verantwortung tragen, ist diese Perspektive relevant. Sie funktionieren oft lange – beruflich, familiär, gesellschaftlich. Termine werden eingehalten. Entscheidungen werden getroffen. Leistung wird erbracht. Doch der Körper sendet Signale, bevor klare Erkrankungen entstehen.
Müdigkeit, Schlafprobleme, Verdauungsbeschwerden, Konzentrationsverlust, erhöhter Blutdruck oder nachlassende Regeneration können Hinweise sein, dass der Organismus stärker belastet ist.
Die Frage lautet dann nicht: „Bin ich krank?“ Sondern: Was sagt mein Körper wirklich – und welche Entscheidungen ergeben sich daraus für meine nächsten Jahre?
Biologisches Alter messen: Welche Tests und Indikatoren gibt es?
Viele Menschen möchten ihr biologisches Alter berechnen oder testen. Im Internet finden sich zahlreiche Selbsttests, Rechner und Fragebögen. Sie fragen nach Lebensstil, Ernährung, Schlaf, Bewegung, Rauchen, Alkoholkonsum, Stress, Erkrankungen oder familiärer Veranlagung. Solche Selbsttests können erste Anhaltspunkte geben. Sie ersetzen jedoch keine medizinische Diagnostik. Denn ein seriöses Verständnis des biologischen Alters entsteht nicht durch ein paar allgemeine Fragen. Es braucht messbare Indikatoren, um den Zustand des Körpers differenzierter zu ermitteln. Zu den möglichen Biomarkern gehören Blutwerte, Entzündungsmarker, Blutzucker, Insulinregulation, Cholesterin, Leber- und Nierenwerte, Vitamin- und Mineralstoffstatus, Hormonwerte, Körperzusammensetzung, Muskelmasse, Blutdruck, Kreislauffunktion und Hinweise auf metabolische Belastungen. Auch Immunsystem, Gefäßgesundheit, Knochengesundheit und Regenerationsfähigkeit können einbezogen werden – insbesondere, wenn es darum geht, altersbedingte Veränderungen frühzeitig besser zu verstehen. Ein Bluttest kann also wichtige Hinweise liefern. Entscheidend ist jedoch nicht nur, welche Werte erhoben werden. Entscheidend ist, wie sie eingeordnet werden. Denn Diagnostik ist nur dann wertvoll, wenn aus Daten Orientierung entsteht.

Diese Übersicht zeigt: Das biologische Alter lässt sich nicht über einen einzelnen Wert vollständig verstehen. Erst das Zusammenspiel mehrerer Indikatoren erlaubt fundiertere Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand.
Bereich:
Stoffwechsel
Mögliche Indikatoren:
Blutzucker, Insulinregulation, Cholesterin, Leber- und Nierenwerte
Was sie zeigen können:
Wie stabil Energiehaushalt, Fettstoffwechsel und metabolische Prozesse arbeiten
Bereich:
Entzündung & Immunsystem
Mögliche Indikatoren:
Entzündungsmarker, Immunparameter, Zeichen stiller Belastung
Was sie zeigen können:
Ob der Körper dauerhaft regulieren, kompensieren oder auf Belastungen reagieren muss
Bereich:
Herz & Kreislauf
Mögliche Indikatoren:
Blutdruck, Gefäßgesundheit, Kreislauffunktion
Was sie zeigen können:
Wie belastbar zentrale Systeme für Leistungsfähigkeit und Regeneration sind
Bereich:
Körperzusammensetzung
Mögliche Indikatoren:
Muskelmasse, Körperfettanteil, Knochengesundheit
Was sie zeigen können:
Ob Kraft, Stabilität und körperliche Substanz den Alterungsprozessen entgegenwirken können
Bereich:
Epigenetik & Zellalterung*
Mögliche Indikatoren:
DNA-Methylierung, Methylierungsmuster, Telomerlänge
Was sie zeigen können:
Hinweise auf biologische Alterungsprozesse auf Zellebene
Bereich:
Lebensstil & Regeneration
Mögliche Indikatoren:
Schlaf, Stress, Bewegung, Ernährung, Alkoholkonsum, Rauchen
Was sie zeigen können:
Welche Einflussfaktoren das biologische Alter möglicherweise beschleunigen oder verlangsamen
* Diese Verfahren zählen zum erweiterten wissenschaftlichen Kontext des biologischen Alters. Im Original Mayr Medical Resort werden sie derzeit medizinisch geprüft und im Hinblick auf eine mögliche Integration in das diagnostische Leistungsportfolio bewertet.
Wenn Ihre Zellen mehr wissen als Ihr Geburtsdatum
In der Longevity-Medizin wird das biologische Alter häufig mit epigenetischen Tests in Verbindung gebracht. Dabei wird nicht die genetische Information selbst verändert betrachtet. Die DNA bleibt die DNA. Relevant sind vielmehr chemische Markierungen, die beeinflussen können, wie Gene abgelesen werden.
Ein wichtiger Begriff ist die DNA-Methylierung. Bestimmte Methylierungsmuster verändern sich im Laufe des Lebens und können Hinweise auf biologische Alterungsprozesse geben – so das Deutsche Krebsforschungszentrum. Auf dieser Grundlage wurden sogenannte epigenetische Uhren entwickelt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nutzen solche Modelle, um biologische Alterung besser messbar zu machen und Veränderungen auf Zellebene differenzierter einzuordnen.
Auch Telomere spielen in der Diskussion eine Rolle. Telomere sind Schutzkappen an den Enden der Chromosomen. Bei jeder Zellteilung können sie sich verkürzen. Die Telomerlänge wurde lange als möglicher Hinweis auf Zellalterung betrachtet. Heute gilt: Telomere können interessante Informationen liefern, sollten aber nicht isoliert interpretiert werden.
Für die medizinische Praxis ist deshalb eine sorgfältige Einordnung entscheidend. Epigenetik, Methylierungsmuster, Telomere und andere zelluläre Marker gehören fachlich zum größeren Themenfeld des biologischen Alters. Im Original Mayr Medical Resort werden diese Entwicklungen aufmerksam beobachtet, medizinisch geprüft und im Rahmen interner Tests bewertet. Eine mögliche Integration in das diagnostische Leistungsportfolio wird erwogen – jedoch erst dann, wenn Aussagekraft, praktische Relevanz und medizinische Einordnung dem Qualitätsanspruch des Hauses entsprechen.
Der Schwerpunkt liegt aktuell auf einem diagnostisch fundierten Gesamtbild: ärztliche Anamnese, körperliche Untersuchung, Laborwerte, Stoffwechsel, Entzündungszeichen, Körperzusammensetzung, Darmgesundheit, Lebensstil, Beschwerden und persönliche Ziele. Erst im Zusammenspiel dieser Informationen entsteht ein aussagekräftiges Bild.

Welche Faktoren beeinflussen das biologische Alter?
Das biologische Alter wird durch viele Einflussfaktoren geprägt. Einige davon sind nicht oder nur begrenzt veränderbar, etwa genetische Veranlagung oder bestimmte angeborene Faktoren. Andere lassen sich sehr wohl beeinflussen.
Genau hier setzt Prävention mit Substanz an: Ein Review im Bundesgesundheitsblatt beschreibt Epigenetik als wichtige Schnittstelle zwischen Veranlagung, Umweltfaktoren und Lebensstil. Es geht also nicht um ein pauschales Versprechen, Alterung aufzuhalten – sondern darum, besser zu verstehen, welche Faktoren den eigenen Körper langfristig unterstützen oder belasten können. Zu den wichtigsten veränderbaren Faktoren gehören Lebensstil, Ernährung, Bewegung, Schlaf, Stressregulation, Alkoholkonsum, Rauchen, Umweltfaktoren, Darmgesundheit und medizinische Prävention.
Ein unausgewogener Lebensstil kann biologische Alterungsprozesse beschleunigen.
Umgekehrt kann ein gesundheitsorientierter Lebensstil dazu beitragen, bestimmte Alterungsprozesse zu verlangsamen. Regelmäßige Bewegung unterstützt Muskelmasse, Kreislauf, Knochen, Stoffwechsel und mentale Stabilität. Ausreichender Schlaf gibt dem Körper Raum für Regeneration. Eine individuell passende und ausgewogene Ernährung kann Stoffwechsel, Darm und Immunsystem entlasten. Stressregulation kann helfen, hormonelle und entzündliche Belastungen zu reduzieren. Doch entscheidend ist nicht, möglichst viele Regeln gleichzeitig zu befolgen. Entscheidend ist, die richtigen Hebel für den eigenen Körper zu erkennen. Was unterstützt Sie wirklich? Was belastet Sie, ohne dass Sie es bemerken? Welche Routinen geben Energie – und welche kosten sie? Genau hier beginnt Prävention mit Substanz. Dazu zählen dauerhaft zu wenig Schlaf, Bewegungsmangel, chronischer Stress, ungesunde Ernährung, zu hoher Alkoholkonsum oder Rauchen. Auch Umweltfaktoren wie Schadstoffe, Lärm, Lichtbelastung oder dauerhafte mentale Überforderung können den Körper beeinflussen.

Der Darm als unterschätzter
Schlüssel biologischer Alterung
Im Original Mayr Medical Resort beginnt die Frage nach langfristiger Gesundheit häufig an einem Ort, der in der klassischen Longevity-Kommunikation noch immer unterschätzt wird: beim Darm. Der Darm ist nicht nur ein Verdauungsorgan. Er steht in enger Verbindung mit Immunsystem, Stoffwechsel, Entzündungsprozessen, Nährstoffaufnahme, Energiehaushalt, Wohlbefinden und mentaler Balance. Wenn Verdauung, Mikrobiom und Ernährung aus dem Gleichgewicht geraten, kann sich das auf viele Bereiche auswirken: Energie, Konzentration, Schlaf, Gewicht, Haut, Leistungsfähigkeit und Regeneration. Auch die Forschung zur Darm-Hirn-Achse zeigt, warum Darmgesundheit im Kontext biologischer Alterung nicht isoliert betrachtet werden sollte. Ein in Neural Regeneration Research veröffentlichter Review beschreibt altersbedingte Veränderungen des Darmmikrobioms als möglichen Einflussfaktor für Neuroinflammation und kognitive Veränderungen.
Damit wird deutlich: Der Darm ist kein Nebenthema. Er ist Teil eines größeren Systems, in dem Immunsystem, Entzündungsregulation, Stoffwechsel und Gehirn eng miteinander verbunden sind. Am Ursprung der Mayr Medizin wird der Darm seit Jahrzehnten als Ausgangspunkt verstanden, um den Körper besser zu lesen. Nicht als Trend, nicht als Detox-Versprechen, sondern als medizinische Haltung. Eine gesunde Ernährung für den Darm kann den Organismus unterstützen. Doch was gesund ist, ist individuell. Was für den einen Menschen entlastend wirkt, kann für einen anderen Menschen Beschwerden auslösen. Deshalb braucht es keine pauschalen Regeln, sondern Diagnostik, Erfahrung und persönliche Begleitung.
Kann man das biologische Alter verlangsamen?
Viele Menschen suchen nach Möglichkeiten, ihr biologisches Alter zu senken, zu verbessern oder Alterungsprozesse zu verlangsamen. Medizinisch verantwortungsvoll formuliert: Man kann bestimmte Einflussfaktoren verändern, die mit biologischem Altern in Verbindung stehen.
Dazu gehören Bewegung, Krafttraining, ausreichend Schlaf, ausgewogene Ernährung, stabile Blutzuckerwerte, ein gesunder Darm, reduzierte Entzündungsaktivität, Nichtrauchen, maßvoller Alkoholkonsum, Stressregulation und regelmäßige medizinische Kontrolle relevanter Biomarker.
Auch Muskelmasse spielt eine zentrale Rolle. Sie ist nicht nur eine Frage von Kraft. Muskelgewebe unterstützt Stoffwechsel, Blutzuckerregulation, Mobilität, Knochenstabilität und langfristige Unabhängigkeit. Wer gesund altern möchte, sollte deshalb nicht nur an Gewicht denken, sondern an Substanz: Kraft, Stabilität, Beweglichkeit und Energie.
Ob sich ein gemessener Wert tatsächlich verändert, hängt von vielen Faktoren ab: Ausgangszustand, Methode, Lebensstil, Veranlagung und Konsequenz der Maßnahmen. Seriöse Präventionsmedizin sollte deshalb keine absoluten Versprechen machen. Sie kann jedoch helfen, Zusammenhänge sichtbar zu machen, Entscheidungen zu präzisieren und Fortschritt messbarer zu begleiten. Ihr biologisches Alter ist keine endgültige Zahl. Es ist ein Ausgangspunkt, um Ihren Körper besser zu verstehen und bewusster für die nächsten Jahre zu entscheiden.

Biologisches Alter und Lebenserwartung
Häufig wird das biologische Alter mit Lebenserwartung verbunden. Diese Verbindung ist nachvollziehbar, sollte aber sorgfältig formuliert werden. Ein niedrigeres biologisches Alter bedeutet nicht automatisch eine bestimmte Anzahl zusätzlicher Lebensjahre. Und ein erhöhtes biologisches Alter ist keine Vorhersage einer konkreten Erkrankung.
Dennoch kann das biologische Alter Hinweise darauf geben, wie gesund bestimmte Systeme im Körper arbeiten. Es kann helfen, Risikofaktoren früher zu erkennen, bevor sie sich in Erkrankungen manifestieren. Genau darin liegt der Wert für Prävention und Longevity.
Es geht nicht darum, die Zukunft vorherzusagen. Es geht darum, die Gegenwart besser zu verstehen und daraus klügere Entscheidungen für die nächsten zehn Jahre abzuleiten. Denn die nächsten Jahre beginnen nicht irgendwann. Sie beginnen mit den Entscheidungen, die Sie heute treffen.


Diagnostik als Ausgangspunkt – nicht Vermutung
Ein Test allein beantwortet selten die eigentliche Frage. Er zeigt Werte, Tendenzen, mögliche Hinweise. Entscheidend ist, wie diese Informationen gelesen werden – im Zusammenhang mit Ihrer Geschichte, Ihrem Alltag, Ihrer Belastung und Ihren persönlichen Zielen.
Genau darin liegt der Wert medizinischer Begleitung: Sie macht sichtbar, welche Werte relevant sind, welche Zusammenhänge bestehen und welche nächsten Schritte sinnvoll sein können. Nicht jede Abweichung bedeutet ein Risiko. Nicht jeder unauffällige Wert bedeutet vollständige Entlastung. Erst die Einordnung schafft Klarheit. Im Original Mayr Medical Resort ist medizinische Diagnostik fester Bestandteil des Aufenthalts. Sie wird nicht isoliert betrachtet, sondern in einen medizinisch begleiteten Prozess eingebunden, in dem Ergebnisse besprochen, körperliche Signale eingeordnet und Empfehlungen individuell abgestimmt werden.
So entsteht kein weiterer Datenpunkt. Sondern ein klareres Verständnis dafür, was Ihr Körper braucht – und welche Entscheidungen Ihre Gesundheit in den nächsten Jahren unterstützen können.
Die wichtigste Frage ist nicht, wie alt Sie sind
Das biologische Alter ist keine endgültige Wahrheit. Es ist ein Hinweis. Eine Momentaufnahme. Ein Spiegel bestimmter Prozesse im Körper.
Doch dieser Spiegel kann wertvoll sein. Er kann zeigen, ob der Lebensstil unterstützt oder belastet. Ob Stoffwechsel, Kreislauf, Immunsystem, Darm, Muskeln und Regeneration im Gleichgewicht sind. Ob Alterungsprozesse beschleunigt erscheinen. Und wo medizinisch begleitete Veränderung sinnvoll sein kann.
Gesundheit ist nicht nur die Abwesenheit von Erkrankungen. Gesundheit ermöglicht Leistungsfähigkeit, Klarheit, Lebensqualität, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung.
Ein Aufenthalt im Original Mayr Medical Resort kann dabei ein entscheidender Impuls sein: für Menschen, die nicht warten möchten, bis der Körper lauter wird. Für Menschen, die wissen möchten, was ihr Körper wirklich sagt. Für Menschen, die Klarheit statt Vermutung suchen.
Die Frage ist nicht nur: Wie alt sind Sie? Die Frage ist: Wie alt ist Ihr Körper wirklich? Und welche Entscheidungen treffen Sie heute für Ihre nächsten zehn Jahre?
FAQ: Häufige Fragen zum biologischen Alter
Das biologische Alter lässt sich über verschiedene Indikatoren einschätzen, etwa Blutwerte, Biomarker, Körperzusammensetzung, Kreislauffunktion und Lebensstilfaktoren. Epigenetische Verfahren wie DNA-Methylierung, Methylierungsmuster oder Telomeranalysen werden in der Longevity-Medizin ebenfalls diskutiert. Im Original Mayr Medical Resort werden entsprechende Verfahren derzeit medizinisch geprüft, getestet und im Hinblick auf eine mögliche Erweiterung des diagnostischen Leistungsportfolios bewertet.
Entscheidend bleibt jedoch nicht ein einzelner Test, sondern die medizinische Bewertung im Gesamtzusammenhang.
Es gibt keinen allgemeingültigen Idealwert. Orientierung gibt vor allem der Vergleich zwischen chronologischem und biologischem Alter sowie die Frage, ob wichtige Körpersysteme stabil, belastbar und regenerationsfähig arbeiten.
Bestimmte Einflussfaktoren lassen sich verändern – etwa Bewegung, Ernährung, Schlaf, Stressregulation, Alkoholkonsum, Rauchen, Darmgesundheit und medizinische Prävention. Seriös ist jedoch kein Verjüngungsversprechen, sondern eine individuelle, diagnostisch begleitete Strategie.
Das biologische Alter kann in spezialisierten medizinischen Einrichtungen, Präventionszentren oder Longevity-orientierten Resorts gemessen und eingeordnet werden. Im Original Mayr Medical Resort am Wörthersee wird Diagnostik als Ausgangspunkt verstanden: Biomarker, medizinische Untersuchungen und persönliche ärztliche Begleitung helfen dabei, Ergebnisse nicht isoliert zu betrachten, sondern in einen größeren Zusammenhang zu setzen.
Ein Selbsttest kann erste Hinweise geben, ersetzt aber keine medizinische Diagnostik. Erst die Kombination aus messbaren Indikatoren, ärztlicher Einordnung und persönlicher Begleitung zeigt, welche Rückschlüsse wirklich sinnvoll sind.
Quellen
Qiming Yin, Joshua Stevenson-Hoare, Bernd Holleczek, Ben Schöttker, and Hermann Brenner: Epigenetic aging and cancer incidence in a German cohort of older adults. npj Aging 2026, https://www.nature.com/articles/s41514-026-00356-y
Holger Bierhoff: Genetics, epigenetics, and environmental factors in life expectancy—What role does nature-versus-nurture play in aging?, Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz 2024, https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11093831/
Amsha S Alsegiani, Zahoor A Shah: The influence of gut microbiota alteration on age-related neuroinflammation and cognitive decline, Neural Regeneration Research 2022, https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9120705/
Deutsches Krebsforschungszentrum: Höheres biologisches Alter – höheres Krebsrisiko, 2026, https://www.dkfz.de/aktuelles/pressemitteilungen/detail/hoeheres-biologisches-alter-hoeheres-krebsrisiko





